9 Gründe für das Digitalisieren von Schmalfilmen, Dias, Fotos und Negativen

Uns liegt das Festhalten von erinnerungswürdigen Momenten im Blut. Wenn man es genau nimmt, begann es bereits mit der Höhenmalerei. Heute haben viele ihr Smartphone permanent griffbereit, um Augenblicke digital zu verewigen und mit Familie, Freunden oder gar der ganzen Welt über soziale Netzwerke, E-Mail, Messenger-Dienste oder DVD zu teilen.

Es gab auch andere Zeiten. Erinnern Sie sich noch an das analoge Zeitalter? Unzählige Fotos, Negative, Dias, Super 8 und VHS-Filme zeugen davon.

Die vergessenen und verborgenen Familienschätze des analogen Zeitalters

Kennen Sie die Familiennachmittage in großer Runde oder gesellige Feiern mit Freunden, wo es irgendwann im Laufe des Tages heißt: „Weißt Du noch, damals?“. Und dann schwelgt man zusammen in Erinnerungen an die guten alten Zeiten, erinnert sich an die schönen Momente und erzählt sich lustige Anekdoten wie zum Beispiel:

  • vom ersten Auto, das wegen 1000 gefühlter Pannen besonders in Erinnerung blieb,
  • vom ersten Urlaub im Süden Europas während des großen Reisebooms in den 70ern,
  • von den Partyspielen auf der Hochzeit,
  • den ersten Schritten des Nachwuchses oder
  • dem Winter in den 80ern als der Schnee höher lag als die Kinder groß waren.

Neben den gemeinsamen Erinnerungen sind auch Fotos und Filmdokumente unsere Zeitzeugen und werden gerne bei runden Geburtstagen, Silberhochzeiten und zu anderen Gelegenheiten hervorgeholt. Heutzutage ist das Smartphone der Lebensbegleiter. Foto- und Videoaufnahmen werden per Tastenklick im Handumdrehen nachbearbeitet, sortiert, gelöscht oder mit anderen geteilt. So einfach war das nicht immer.

8 mm Schmalfilmkamera Elmo 8V
8 mm Schmalfilmkamera Elmo 8V | Bildquelle: wikimedia.org | User: Berthold Werner

Eltern und Großeltern können ein Lied vom Zeitalter der analogen Datenträger singen, als Fotografieren und Filmen eine Herausforderung und Geduldsprobe darstellten. Jeder Druck auf den Auslöser verbrauchte ein Stück der Filmrolle. Wahlloses Knipsen wurde aufgrund der Endlichkeit der Filmrolle, aber auch wegen der Entwicklungskosten vermieden. Kenntnisse in Belichtung, Motivwahl und Kameraeinstellungen verbesserten die Ergebnisse.

Am Ende des Tages brachte man den Film zur Entwicklung und konnte die Fotoresultate erst Tage oder Wochen später in Farbe oder schwarzweiß in den Händen halten. Erinnern Sie sich noch an den Song von Nina Hagen: „Du hast den Farbfilm vergessen“? Dramatische Momente spielten sich in so manchen Familien ab. 😉

Neben Fotoapparaten zogen in den 60 er- und 70 er-Jahren Kameras mit Zelluloidfilmen im Super 8 Format in viele Privathaushalte ein. Nach jedem Fest oder Urlaub konnte man viel Zeit mit dem Auswählen, Schneiden und Zusammenkleben von einzelnen Szenen verbringen. Filmvorführungen mit 20 bis 30 Minuten Länge in kleiner Runde bildeten den Höhepunkt für die Hobbycineasten. In vielen Haushalten schlummern noch immer alte Super 8 Filme.

Allerdings müssen analoge Datenträger speziell gelagert werden, um langfristig Qualitätseinbußen zu vermeiden. Abhilfe schafft das Digitalisieren analoger Medien auf CD, DVD, Rechner oder Festplatte. Haben Sie schon über eine Digitalisierung nachgedacht?

9 Gründe für das Digitalisieren von Filmen, Dias und Negativen

9 Gründe für die Digitalisierung analoger Medien

1. Alte Projektoren, Kameras und anderes Zubehör funktionieren nicht mehr

Manchmal ist der gesamte Projektor defekt oder einzelne Teile, wie eine Projektorbirne, sind nicht mehr erhältlich. Manchmal werden alte Geräte beim Frühjahrsputz oder während eines Umzugs entsorgt. Neben den Geräten unterliegen selbstverständlich auch die elektromagnetischen Datenträger, wie Videobänder oder Tonbänder, dem Technologiewandel.

Das Normal 8 Format wurde beispielsweise vom Super 8 Format abgelöst und dieses wiederum von der VHS-Technik. Letztlich sorgt der permanente Technologiewandel dafür, dass alte Technologien und damit auch die Abspielgeräte wie Film- oder Diaprojektoren nur noch schwer erhältlich sind. In der Folge liegen die alten Schätze sicher aufbewahrt in Schränken, können aber nicht mehr abgespielt werden.

2. Qualitätseinbußen von analogen Datenträgern trotz sorgfältiger Lagerung

Analoge Datenträger müssen professionell gelagert werden, sonst leidet die Qualität. Im schlimmsten Fall sind die Filme reif für den Müll.

Bei Super 8 Filmen verblassen im Laufe der Zeit die Farben und bei Hörspiel-Kassetten oder VHS-Kassetten verkleben die Bänder. Es entsteht schlechte Qualität, weil die äußere Magnetisierung Tonbändern, Musikkassetten und VHS-Kassetten schadet. Aber auch Trockenheit, Staub, Wärme und Schimmel können den Bändern zusetzen, wenn sie falsch gelagert werden. Eine Rettung ist dann nur noch durch Digitalisierungsexperten wie beispielsweise medienrettung möglich.

Fotos verlieren nach vielen Jahren an Kontrast und Farbintensität. Chemische Prozesse erzeugen einen gelblichen Farbstich und wirken sich auch negativ auf die Hell-Dunkel-Dynamik aus. Die Lebensdauer von Tonbändern können Sie verlängern in dem Sie sie einmal pro Jahr komplett vor- und zurückspulen.

Dennoch empfehlen wir Ihnen auf lange Sicht Ihre analogen Erinnerungsstücke zu digitalisieren. Sie haben sie dadurch jederzeit griffbereit und können sie leichter transportieren.

Wahren Sie die Verhältnismäßigkeit beim Digitalisieren. Alte Vinylplatten oder Hörspielkassetten können Sie manchmal im Handel als MP3 oder CD neu kaufen. Hier lohnt sich die Digitalisierung nur bedingt. Aber was ist zum Beispiel mit alten, selbst aufgenommen Hörspielen, Geschichten und ähnlichem von Ihnen selbst oder Ihren Kindern? So manch einer hat einst im Kinderzimmer DJ oder Radiomoderator gespielt. Diese Tonträger sind einmalig. Dennoch nagt der Zahn der Zeit an der Haltbarkeit.

3. Qualitätsverluste beim Scannen und Überspielen vermeiden

Haben Ihre Videos, Negative, Fotos oder Dias bereits Qualitätsverluste erlitten, leidet auch die Qualität beim Erstellen einer digitalen Kopie. Diese Einbußen können beim Digitalisieren nur bedingt ausgeglichen werden. Häufig zieht das eine aufwendige Nachbereitung und Korrektur nach sich.

4. Erinnerungen sicher aufbewahren

Selbst mit professioneller Aufbewahrung halten analoge Medien wie Dias, VHS-Kassetten, Super 8 oder Normal 8 Filme sowie Tonbänder und Platten nicht ewig. Sobald die digitalen Kopien einmal erstellt sind, können Sie diese:

  • beliebig oft kopieren,
  • in verschiedenen Formaten und
  • an verschiedenen Orten abspeichern.

So bleiben Ihre Erinnerungen an alte Familienfeste sicher aufbewahrt.

5. Schonung der analogen Originale dank digitaler Kopien

Schallplatten, Schmalfilme und Dias verlieren durch wiederholtes Abspielen an Qualität. Durch die Digitalisierung können Sie bei der Wiedergabe auf Dateien zurückgreifen und so die Originale schonen.

6. Leichtere Nachbearbeitung von digitalen Dateiformaten

Wenn Ihre Foto- und Filmerinnerungen in digitaler Form (zu Hause) auf Ihrem Rechner gespeichert sind, können Sie diese problemlos nochmals nach eigenen Wünschen nachbearbeiten und Präsentationen, Fototagebücher, Collagen oder Experimentalfilme erstellen. In der Regel reicht jeder moderne Computer mit entsprechender Software für die digitale Nachbearbeitung aus.

7. Strukturierte digitale Foto- und Videosammlung

Dank der Digitalisierung von Dias, Negativen und Super 8 Filmen steht einer Langzeitarchivierung nichts mehr im Weg. Statt Schubladen, Kartons oder alte Alben zu durchwühlen, können Sie auf die digitalen Daten jederzeit und bei entsprechender Speicherung von überall auf der Welt aus zugreifen und sie in sinnvolle Foto- und Videosammlungen einordnen. Meist gelingt auch das
Finden bestimmter Dateien wesentlich schneller.

8. Digitale Geschenkideen

Zu Hochzeiten oder runden Geburtstagen werden von den Gästen gerne alte Erinnerungen aus Kinder- und Jugendtagen zusammengestellt. Wenn Sie beispielsweise alte Zelluloid-Erinnerungen auf DVD als digitalisierten Zusammenschnitt haben, können Sie diese problemlos vor allen Gästen abspielen oder aber als persönliches Geschenk überreichen.

9. Platzmangel dank Digitalisierung beheben

Dia-Kartons, große Filmhüllen Ihrer Schmalfilme und VHS-Kassetten nehmen bereits viel Platz in Anspruch. Aber auch Projektoren und Leinwände müssen aufbewahrt werden. Will man schnell etwas vorführen, ist die Ausrüstung nicht gleich bei der Hand, sondern muss erst zusammengesucht und aufgebaut werden.

Bedenken Sie, dass Sie für digitale Kopien weniger Platz benötigen. Auch Abspielgeräte für Foto- und Videodateien finden sich in fast jedem Haushalt, der über ein TV-Gerät, Tablet oder Computer verfügt.

Fazit

Letztlich gibt es viele Methoden und Geräte für die Digitalisierung, sodass auch Heimanwender zu akzeptablen digitalen Ergebnissen gelangen können. Allerdings nur, wenn Sie sich mit der Technik auseinandersetzen und in den Gerätekauf investieren.

Unterschätzen Sie neben der Technik nicht den zeitlichen Aufwand für die Digitalisierung. Videos müssen beispielsweise bei der Übertragung in Echtzeit abgespielt werden. Klingt simpel? Das ist nicht immer so einfach wie es klingt. Auch die Ton- und Bildnachbearbeitung braucht ihre Zeit.

Als professioneller Dienstleister übernimmt medienrettung gerne die Rettung ihrer Erinnerungen und Bestände. Wenn Sie Fragen haben, kontaktieren Sie uns kostenfrei unter 0800 0018888 oder nehmen Sie unsere Probeangebote wie 3 Minuten Super8/ Normal8, 3 Dias oder 3 Negative in Anspruch.