medienrettung – oder wie Kommissar Zufall Unternehmensgeschichte schrieb

Es gibt Leute, die kaufen sich eine neue Kamera, wenn die alte bei einer Wasserschlacht am Stand kaputt geht. Und es gib Menschen wie Thomas Böttcher, die so ein Ereignis als Anlass für eine Unternehmensgründung nehmen.

medienrettung start des Unternehmens - beitragsbildOkay, ganz so war es dann noch nicht. Aber die Geschichte mit der Wasserschlacht und kaputten Kamera stimmt.

Allerdings schlummerten die Hi8-Kassetten zunächst ein paar Jahre vor sich hin … Es wurmte den Gründer zunehmend, dass ein gemeinsames Anschauen der filmischen Erinnerungen unmöglich war.

Dann kam er, der Wendepunkt. Und zwar in Form von DVD-Rekordern. Das war die Lösung!

Die Idee: Digitalisiert man die Hi8-Kassetten auf DVD, kann man sich wieder an den Aufnahmen erfreuen. Und so seine weitere Überlegung:

Wenn ich das Problem habe, dann haben es bestimmt auch andere.

Damit setzte er die Seegel für die Unternehmung medienrettung.

Wenn ich das Problem habe, haben es bestimmt auch andere

Gleich in die Vollen ging es mit Familie und Kindern im Hintergrund dann doch nicht. Aber getreu der Devise:

Erfolg kommt von Tun und jeder Schritt ist ein Schritt aufs Ziel zu

arbeitete der Gründer zunächst nebenberuflich abends im Keller an seiner Idee.

Die ersten Geräte für die die Übertragung von VHS-Kassetten und Hi8 auf DVD baute der versierte Tüftler selbst. Ebenso die erste Webseite. Nur aufgrund einer Webseite klingeln keine Kunden Sturm.

Seine Lösung: Mit Google Werbeanzeigen potenzielle Kunden auf die Webseite locken. Das Ziel war zunächst bescheiden:

Mehr Umsatz erzielen als die Werbeanzeigen kosteten.

Letztlich wollte er schnellst möglich prüfen, ob es für die Idee überhaupt einen Markt gab. Und ja, die ersten Aufträge trudelten ein. Ziel erreicht.

Die Erfolgskurve ging anfangs steil nach oben. Der erste PC-Arbeitsplatz wurde eingerichtet.

Als DVD-Rekorder für Endverbraucher bezahlbar wurden, kam der Geschäftseinbruch.

medienrettung Frage Unternehmensgeschichte - Artikelbild

Das Unternehmen medienrettung stand vor der Wahl: Aufgeben oder die Veränderungen nutzen?

Kommissar Zufall oder wie medienrettung sich selbst rettete

Manchmal kommt Kommissar Zufall ins Spiel. Bei medienrettung waren es gleich zwei.

Der erste Zufall:

Es trudelt ein Großauftrag bestehend aus Videokassetten und Super8 ein. Die Herausforderung: Die Digitalisierung von Super8-Filmen hatte der Gründer weder auf dem Schirm noch im Angebot. Die Blütezeit von Super8 lag vor seiner Zeit.

Die Kundin vertraute in die Fähigkeiten von Thomas Böttcher und seinem Team. Sie wollte, dass ihre Filmspulen so lange im Unternehmen bleiben bis medienrettung einen Weg fürs Digitalisieren gefunden hat. Der Anreiz war gesetzt.

Der zweite Zufall:

Der Schwiegervater des Gründers arbeitete als Filmvorführer und erkannte das Potenzial, das in Super8-Spulen schlummerte. Er überzeugte Thomas Böttcher, dass sich Beschäftigung mit Schmalfilmen lohnt.

Angespornt von den beiden Ereignissen setze sich medienrettung erstmals mit der Thematik „Film“ auseinander. Schließlich galt es mehr über die Technik der Maschinen herauszufinden. Gesagt, getan! Die erste Eigenbaulösung für die Digitalisierung von Filmen entstand.

War das ganze erfolgreich? Ja, denn bereits nach 3 Jahren erfolgte der Umzug von den Kellerräumen in eine komplett Büroetage in Berlin. In den Räumen residiert medienrettung bis heute und arbeitet bundesweit mit Fotohändlern und mit dem Online-Service Fotokasten.de zusammen.

War es wirklich nur Zufall? Oder welche Faktoren führten zum Erfolg?

Die 2 Grundsätze des Unternehmens

Neben dem Team sind die Unternehmergrundsätze und damit auch die Arbeitseinstellung entscheidend für den Erfolg.

Angetrieben vom ersten Grundsatz:

Wir retten Medien, weil es Ihnen und uns wichtig ist.

kristallisierte sich relativ schnell eine Vision heraus: medienrettung arbeitet als Komplettanbieter mit Qualität, der alle analogen Bild- und Tonträger bezahlbar digitalisiert.

Die Vision führt zum zweiten Grundsatz:

Wir machen etwas möglich.

Warum? Weil die die Bewahrung der Erinnerungen für die Kunden wichtig ist. Teilweise geht es um hochemotionale Momente, die vor 30 bis 50 Jahren filmisch und fotografisch dokumentiert wurden.

Jedes neues Kassettenformat und jede neue Anfrage führten zur Überlegung:

Wie kann man das technisch mit guter Qualität umsetzen?

Das Tüftlerherz zeigt sich in allen Unternehmensabläufen

Seit dem Start des Unternehmens 2003 geht es dem Gründer und seinem Team darum, technische Grenzen auszuloten.

Das Ziel ist immer noch einen Ticken mehr rauszuholen als ursprünglich möglich. Das ganze aber bitte strukturiert.

Der Schlüssel zur Lösung: Hinterfragen von internen Arbeitsabläufen. Wann immer möglich rationalisiert und standardisiert medienrettung Arbeitsabläufe. Dabei immer mit Blick auf die Kunden:

  • Rationalisierung nur dann, wenn sich die Qualität der Digitalisierung dadurch verbessert.
  • Standardisierung, damit Qualität und attraktive Preise gesichert sind.

Was heißt das nun genau? Letztlich ist gerade das Wort „Rationalisierung“ ein gern benutzen Schlagwort – oft mit einem schalen Beigeschmack. Zeigen wir es anhand eines Beispiels, dass auch die Entwicklung von medienrettung verdeutlicht:

Ursprünglich waren auf der Unternehmenswebsite Auftragsformulare als PDF-Dokument für Kunden hinterlegt. Kunden luden sich diese herunter, druckten sie aus und füllten sie handschriftlich aus. Die Zettel wurden zusammen mit den Filmen und Kassetten eingesendet. Im Unternehmen selbst dienten sie als Laufzettel. Sie ahnen was jetzt kommt, oder?

Wenn man nicht gerade Schrifterkennungs-Experte ist, gleicht das Entziffern der Handschrift manchmal mehr einem Rätselraten als wirklichen Lesen. Abhilfe musste her. Eine Industrielösung gab es nicht. Hier kam ein Traum vom Gründer ins Spiel: Programmieren lernen.

Und er setzte sich ran. Zunächst programmierte er neue Formulare für die Webseite. Jetzt konnten Kunden zumindest die Kopfdaten in den Aufträgen elektronisch am Rechner ausfüllen und waren gleichzeitig als Auftragsdaten im System von medienrettung hinterlegt.

Das verfeinerte Thomas Böttcher immer mehr. Heute wandern die Laufzettel vollelektronisch von Arbeitsstation zu Arbeitsstation mit. Rufen Kunden an, bekommen sie jederzeit Auskunft, wie es um ihre Auftragsdaten und Status steht. Sofort und ohne Sucherei.

Serviceverrückte – so nehmen Kunden medienrettung wahr

Bewertungen auf ausgezeichnet.org zeigen die hohe Kundenzufriedenheit. Kein Grund sich auszuruhen. Neben der Digitalisierung an sich loben Kunden gerne die Kommunikation.

Die lückenlose Kommunikation mit den Kunden ist dem Unternehmen wichtig. Was heißt das im Detail?

1. Geht der Auftrag ein, erhalten die Kunden eine Eingangsbestätigung. So können Kunden sicher sein, dass ihre Originale gut und sicher angekommen sind.

2. Fehlt etwas im Paket oder ist etwas zusätzlich enthalten, fragen die Mitarbeiter nach.

3. Wurde laut System ein Auftrag erteilt, aber es geht kein Paket ein, fragt medienrettung nach 14 Tagen nach. Meist haben Kunden einfach nicht ans Abschicken gedacht. Bislang lagerten die Kassetten, Filmspulen, Tonbänder oder Dias ja auch seit Ewigkeiten im Schrank. Da kommt es aus Kundensicht auf ein paar Tage mehr oder weniger nicht an. Ausnahmen bilden Anlässen wie

  • Weihnachten,
  • Hochzeitstage,
  • (runde) Geburtstage,
  • Klassentreffen oder
  • große Familienfeiern.

4. Nach dem Versand der fertigen Ergebnisse fragt medienrettung Kunden nach deren Zufriedenheit. So bekommt das Team Ideen für weitere Verbesserungen. Gleichzeitig werden die Kunden gebeten, eine Bewertung auf ausgezeichnet.org zu hinterlassen. Ehrliche Bewertungen erleichtern anderen Menschen den passenden Dienstleister zu finden.

3 Highlights & ein besonderer Moment in der Unternehmensgeschichte

3 Highlights

1. Der Umzug vom Keller in eine Büroetage
Irgendwann stehen die meisten Unternehmen vor der Entscheidung, was sie für Wachstum riskieren wollen. Mit Zunahme der Aufträge konnte medienrettung nicht mehr im Keller weitermachen.

Es ging hierbei nicht nur Platzkapazitäten sondern auch um optimale Kühlung der technischen Infrastruktur und perfekte Temperaturbedingungen für den schonenden Umgang mit den Originalen.
Der Umzug aus dem eigenen Keller in einem komplette Büroetage bedeutete nicht nur optimalere Bedingungen sondern auch höhere Fixkosten. Das Team wagte den Sprung.

Flashscan Filmdigitalisierung Medienrettung2. Der Kauf von Filmscannern
Das zweite Highlight war, als sich medienrettung teilweise von Eigenbaulösungen trennte und in professionelle Industrielösungen für Filmscanner investierte. Zunächst war unklar, ob diese wirklich besser als die eigenen Lösungen waren. Aber die Entscheidung erwies sich als goldrichtig.

3. Großauftrag von einem Universitätsarchiv
Das dritte Highlight war der Auftrag eines Universitätsarchives. An sich nicht die große Sache, denn solche Aufträge kommen des öfteren.

Aber in dem Fall ging es um 5.000 Videokassetten mit insgesamt 10.000 Stunden Videomaterial. Das ganze sollte innerhalb von 6 Wochen digitalisiert werden mit nur 4 Wochen Vorlaufzeit. Und zwar neben dem Normalbetrieb in der heißesten Phase des Jahres: dem Weihnachtsgeschäft. Streß pur für alle Mitarbeiter, aber hinterher war alles geschafft: Das Archiv zufrieden und alle Weihnachtsaufträge pünktlich ausgeliefert.

Der besondere Moment

Super8 kam ja nur ins Portfolio aufgrund des ersten Großauftrages gepaart mit dem Urvertrauen: medienrettung findet einen Weg für die Digitalisierung der Filmspulen. Und ja, die auftragegebende Dame behielt recht.

medienrettung Neuausrichtung - beitragsbild4 Jahre später erteilte sie medienrettung erneut einen Auftrag. Da der Name recht selten war, konnte sich der Gründer an den Namen erinnern.

Weil ihr allererster Auftrag mitverantwortlich für  die Neuausrichtung des Unternehmens war und bisher unentdeckte Geschäftsfelder ins Spiel brachte, wollte sich Thomas Böttcher bedanken.

Er digitalisierte diesen zweiten Auftrag für die Kundin kostenlos. Den Grund dafür nannte er ihr bei der Rücksendung der Ware. Die Überraschung gelang.

Der darauf folgende Dankesbrief der Kundin trieb dem gestandenen Mann Tränen in die Augen und hat bis heute einen besonderen Platz im Schreibtisch.

Der größte Erfolgsfaktor von medienrettung

Definitiv war die Personalmischung am Anfang ein Erfolgsfaktor. Das erste Jahr digitalisierte der Gründer allein. Dann stellte er die ersten Leute ein und ein Kernteam mit individuellen Stärken entstand. Das waren zum Beispiel:

  • Der Gründer als der risikobereite Macher und Controller. Schließich trägt er die Verantwortung und behält alle Kosten im Blick.
  • Der Techniker und Innovator, der sich permanent mit neuen Geräten am Markt auseinandersetzt. Immer mit dem Hintergedanken, die Qualität für die Kunden zu erhöhen. Darüberhinaus entwickelt er Ideen für neue Services und Dienstleistungen.
  • Das Orgatalent: Die Dame behielt den Überblick über das Alltagsgeschäft und sorgte für einen reibungslosen Ablauf im Unternehmen.

Heute beschäftigt medienrettung 10 Mitarbeiter. Alle 10 Mitarbeiter sind ausgebildeten Fachkräfte, die für ihr Thema brennen. Auf studentische Aushilfen oder sonstige Aushilfen wird verzichtet.

Rückblick: Mit dem Wissen von heute, was würde medienrettung bei einer Neugründung anders machen?

Das Team von medienrettung tüftelte permanent an eigenen Lösungen. Intern gab es ständig Experimente, um die Qualität zu verbessern. Von außen betrachtet hatte das ganze fast Wettbewerbscharakter.

Irgendwann wurde die Entscheidung getroffen, die Eigenbaulösungen um hochwertige industrielle MWA-Scanner zu ergänzen. Mit diesen Filmscannern erreicht man zum einen eine höhere Farbtreue bei der Filmdigitalisierung. Zum anderen können die Maschinen in HD scannen. Und die Nachfrage nach HD stieg permanent.

Insofern, das einzige was medienrettung anders machen würde: Die industriellen Filmscanner früher kaufen.

Marktveränderungen und Innovationen, die die Entwicklung von medienrettung beeinflussten

1. Internet
Der Gründer wollte von Anfang an kein lokaler Anbieter sein, sondern das Potenzial des Internets ausschöpfen. Daher konzipierte er das Unternehmen gleich mit Webseite und schaltete die Werbeanzeigen bundesweit.

2. Technik
Die analoge Technik verfällt. Es wird in den kommenden Jahren schwieriger werden, „neue“ analoge Geräte oder Ersatzteile für bestehende zu kaufen. Gleichzeitig nagt der Zahn der Zeit an den Filmen, Magnetbändern und Dias. Immer mehr Privathaushalte aber auch Firmen-, Universitäts- und Fernseharchive erkennen den Handlungsbedarf, wenn sie die Aufnahmen weiterhin für die Nachwelt festhalten wollen.

3. Fehlende Industrielösungen
Für viele große Dinge und Kleinigkeiten gibt es keine fertigen Industrielösunge in der Digitalsierungsbranche. Daher ist beispielsweise die Auftragssoftware auch selbst entwickelt und programmiert.

Fazit: Wie sich medienrettung mit neuen Ideen zukunftssicher macht

Medienrettung will dem Unternehmensnamen künftig alle Ehre machen. D.h. alles retten, wo Daten eine Rolle spielen.

Im Moment rettet medienrettung neben klassischen analogen Medien noch Fotochips, die Softwareschaden haben. Vorstellen können sich die Jungs und Mädels aber auch künftig die Rettung von Festplatten anzubieten.

Auf jeden Fall köcheln noch einige Ideen im Hintergrund. Wenn es soweit ist, informiert medienrettung Sie gerne. Abonnieren Sie einfach den Newsletter und bleiben Sie auf dem Laufenden was

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  • exklusive Rabattangebote

anbelangt.

Was aber definitiv innerhalb der nächsten 12 Monate bis Sommer 2017 umgesetzt wird:

  1. Audiobereich: Der gesamte Audiobereich wird neu aufgebaut und die Kapazitäten erweitert.
  2. Langzeitbackup: medienrettung sichert Ihre digitalen Kopien gegen eine Gebühr für ein Jahr und zwar in geschlossenen Netzwerken ohne Zugriff von außen.
  3. Filmreinigung: medienrettung bietet eine softwarebasierte Filmreinigung von bereits digitalisiertem Material an. Sie können den Service nutzen – egal wer Ihre Filme gescannt hat.

Im nachfolgenden Video gibt es erste Einblicke zu dem geplanten Service:

Das Team und das Unternehmen wollen weiter wachsen. Neben Aufträgen aus privater Hand geht der Fokus in nächster Zeit vermehrt auf Archive. Zukünftig können auf Wunsch 35mm Filme in 4k digitalisiert werden. Für gewerbliche Kunden eine spannende Sache.

Die Herausforderungen für die Digitalisierungsbranche sind enorm: Es geht vor allem um die Bewahrung von Technik und Know-how, um noch in ein paar Jahren für Kunden alle Digittalisierungswünsche und Rettung von Medien möglich zu machen. Gerade bei Videokassetten besteht Handlungsbedarf.

Vermutlich kommt demnächst eine Schwemme an Aufträgen auf die Branche zu, denn immer mehr Leute und Unternehmen erkennen den notwendigen Handlungsbedarf.

Auf jeden Fall: Mit medienrettung können Sie rechnen, weil es uns wichtig ist und wir Dinge möglich machen.

Für Fragen nutzen Sie unser Kontaktformular oder rufen Sie uns direkt unter +49 (30) 547008888 an.